Bei der 23. Auflage des Europapokals der Sportkegler in Bozen setzten sich am Samstag die beiden Klubs Szeged (bei den Männern) und Budapest (im Frauenwettbewerb) durch und sorgten damit für einen ungarischen Doppelsieg. Die Spiele um Platz drei entschieden Cluj und Wien für sich. Damit ist der zweitwichtigste Mannschaftswettbewerb im Sportkegeln zu Ende gegangen.
Obwohl es im Männerfinale zwischen Szeged und Zapresic nach den ersten beiden Runden 4:0 für den ungarischen Klub stand, blieb die Partie auch im letzten Durchgang hochklassig und war offen bis zu den letzten Würfen. Am Ende fiel der Sieg für Szeged mit 7:1 deutlicher aus, doch fehlten Zapresic lediglich 49 Kegel, um Szeged ein 4:4 abzuringen und dank des besseren Satzverhältnisses den Europapokal zu gewinnen. Die beste Einzelleistung zeigte Tibor Sel mit 642 Kegeln.
Ein besonderer Leckerbissen war das Duell Damir Fuckar (Zapresic) gegen Norbert Kiss (Szeged), die am Freitag beim Halbfinale 650, bzw. 652 Kegel zu Fall gebracht hatten. Kiss setzte sich mit 639:619 Kegeln durch.
Im Spiel um Platz drei behielt Cluj die Oberhand. Das rumänische Sextett traf 3715 Kegel und besiegte damit Bamberg 5:3. Der deutsche Vizemeister hatte 3678 Kegel getroffen – die 655 Kegel des 20-jährigen Manuel Weiss im Schlussdurchgang kamen zu spät. Bei den Rumänen sorgten fünf von sechs Spielern für eine Holzzahl jenseits der 600-Kegel-Grenze. Auch bei den Frauen waren sich die beiden Finalisten ebenbürtig.
Am Ende setzte sich mit Budapest die kompaktere Mannschaft durch. Das ungarische Sextett brachte 3329 Kegel zu Fall, für Liedolsheim blieb das Zählwerk bei 3287 Kegeln stehen. Somit endete die Partie 5:3 für das Team aus der ungarischen Hauptstadt. Saskia Seitz sorgte mit 587 Kegeln für die beste Einzelleistung.
Obwohl Wien im Spiel um Platz 3 20 Kegel weniger als Ploiesti aus Rumänien zu Fall brachte (3288:3308), durfte sich der österreichische Vizemeister über den Sieg und somit die Bronzemedaille freuen. Die Partie endete 4:4, doch Wien zog mehr Sätze (13:11) an Land. Hätten Ploiestis Schluss-Spielerinnen beide Sätze für sich entschieden, dann wären die Rumäninnen als Siegerinnen nach Hause gefahren.
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